Was haben Thrombosen mit Krebs zu tun?

Krebserkrankte haben ein erhöhtes Thromboserisiko. Und spontane Thrombosen können umgekehrt auf eine noch unentdeckte Krebserkrankung hindeuten. Schräger Zusammenhang, nicht? Ich hab mir das im Kurvenkratzer-Magazin etwas genauer angesehen und mit einer Betroffenen gesprochen: Eva Schumacher-Wulf, Chefredakteurin Mamma-Mia!-Magazin. Sie hat Brustkrebs. Nach vielen Jahren tauchen Metastasen auf. Sowie Seh- und Empfindungsstörungen. Aufgrund von mehreren kleinen Schlaganfällen. Ausgelöst durch Thromben.

Thrombosen & Krebs
No Thrombose, no Cry
Was ist nerviger als Blutgerinnsel und Tumorzellen? Na, wenn sie im Duo auftreten! Wir schauen uns dieses ungemütliche Paar genauer an. Warum ist das Thromboserisiko bei Krebs erhöht? Und können Thrombosen auf Krebs hindeuten?

Eva Schumacher-Wulf, Chefredakteurin Mamma-Mia!-Magazin. (Foto: Jonas Ratermann)

(Entstanden in bezahlter Kooperation des Kurvenkratzer-Magazins mit Pfizer Deutschland.)

Was passiert, wenn du die Uhr ticken spürst

Das supertolle ZIMT-Magazin, das „Magazin für die Psyche“, hat mich eingeladen, einen Gastbeitrag zu schreiben. Und siehe da, es geht um Diagnosen und was in dir ablaufen könnte, wenn du deiner Sterblichkeit gegenüber stehst:

Und dann beginnt die Uhr zu ticken
Die Krebsdiagnose verändert Alexanders Leben. Über sein Leben mit dem Tod im Nacken.

Danke Karina Grünauer und Jana Reininger fürs Einladen und die coole Collage. 🙏

Foto: Manfred Weis, Collage: Jana Reininger

Schlafprobleme bei Krebs

„Nighty night, sleep tight“, das wünschen wir uns alle. Für manche ist der Schlaf aber alles andere als fest. Es dauert ewig bis zum Einschlafen, die Nacht ist von langen wachen Phasen unterbrochen. In der Früh ist das ausgeschlafene Gefühl mit der Lupe zu suchen – oder gar nicht zu finden. Alltag für rund zwei Drittel Krebspatient:innen. Auch nach der Behandlung sind noch etwa ein Viertel betroffen.

Schlafprobleme bei Krebs
Weit weg von Nighty-tighty

Viele Krebserkrankte klagen über Schlafstörungen. Dabei wäre Schlaf so wichtig für Therapie und Lebensqualität. Welche Gründe hat schlechter Schlaf? Was tun bei Schlafproblemen? Schlaf auch du wie ein süßes Kätzchen.

Foto: Unsplash/Alexander Possingham

Mutmacher

Wie gehen Männer mit Krebs um? Heute präsentieren Krebshilfe-Geschäftsführerin Martina Löwe, Fotografin Sabine Hauswirth und Krimiautor Thomas Raab das MUTMACHER-Buch mit 12 Krebspatienten, die über Krebs reden, als wärs fast die normalste aller Sachen im Leben. Und ja, ich bin einer der zwölf. 🏄

Thomas Raab, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Gesellschaft für Urologie (Hg.). Mutmacher. Den Krebs mutig zum Thema machen. echomedia buchverlag. 128 Seiten. 25,60 Euro. 

Überall, wo es Bücher gibt. 📚

Foto: Sabine Hauswirth

Krebs und klinische Studien

Neuer Magazinbeitrag. Die onkologische klinische Studie, entzaubert und zugleich bezaubert. Ziemlich viel recherchiert dafür (inkl. riesige Linkliste der wichtigsten Studienverzeichnisse). Solltet ihr allein schon deswegen lesen. 😅 Und wenn du dich fragst, „Wo finde ich die passende Studie?“, dann auf jeden Fall.

Klinische Studien: Yes Sir, I Can Study
Ein Studium für Krebsbetroffene? Nicht eines, mehrere Studien. Scherz beiseite, es geht um klinische Studien. Was klinische Studien sind, wie du als Krebspatient:in mitmachst und warum sie lohnend sein können.

Foto: Unsplash/Marten Newhall

Die Frage aller Fragen

Und hast du auch deine Ernährung umgestellt? 🍎🥦🥩🍔🥗🤔

Ein glücklicher Alex bei der Familie im Mostviertel.

Heute ist mir gratuliert worden. „Beeindruckend, was du geschafft hast – wie du mit der Krankheit umgegangen bist.“ Gemeint war der Hodenkrebs, vor allem die Knochenmetastase. „Hast du auch deine Ernährung umgestellt, damit es dir jetzt so gut geht?“ Um ehrlich zu sein: nein. Ja, ich hatte meine Ernährung kurz nach der Diagnose umgestellt, als Vorbereitung auf die Chemotherapie. Während der Therapie hat das aber nicht mehr funktioniert. Ich brauchte die Energie und hab sogar wieder vermehrt Fleisch gegessen.

Mittlerweile esse ich alles, worauf ich Lust habe. Ich hab meine Ernährung nicht umgestellt. Oder was ich umgestellt habe: Meine Einstellung zur Ernährung. Wenn ich keine konkreten Allergien oder Unverträglichkeiten habe oder es starke Indizien auf diese gibt, bringt es für mich nichts, bestimmte Ernährungskonzepte einzuhalten. Wenn das Einhalten von Diätempfehlungen das Leben mehr beschneidet, als es mir hilft, ist die Ernährung nicht passend. Mich hat es nämlich damals gestresst, mich an bestimmte Ernährungskonzepte zu halten. Und wir wissen alle, wie Stress auf den Körper wirken kann.

Was ich gemacht habe, um gesund zu werden? In erster Linie hatte ich extrem viel Glück. Hodenkrebs ist auch in fortgeschrittenen Stadien gut heilbar. Also hab ich mich der evidenzbasierten Standardtherapie unterzogen. In zweiter Linie hab ich dafür gesorgt, den Stress zu reduzieren, speziell den Disstress, also den negativen Stress. Yoga, Meditation, genügend Ruhezeiten, Schreiben und Lesen, Sport, Singen (im Chor und privat bei einer Gesangslehrerin), eine neue Arbeit, die sinnstiftend ist, daneben Krebsaktivismus und Moderation von Selbsthilfegruppen, und nicht zu vergessen: viel sozialer Austausch. 

Ich sag nicht, dass das einfach war oder ist. Als jemand, der mal eine generalisierte Angststörung diagnostiziert bekommen hat, gehört Disstress zur Lebensrealität dazu. Es dauert lange, diese Lebensrealität zu ändern, Angst und Stress nach und nach immer weiter aus dem Leben zu verdrängen – und wenn beides doch durch die Tür platzt, mit einem Lächeln und viel Gelassenheit darauf zu reagieren. Ist Ernährungsumstellung sinnlos? Keinesfalls. Für mich bringt Stressumstellung viel mehr.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen feinen Feierabend. Lasst es euch gut gehen und bleibt gesund! 🤗

Krebs ins Bewusstsein bringen

Es muss mehr geredet werden. Es muss geredet werden über Krebs. Talk about Cancer, wie wir bei Kurvenkratzer gern sagen. Das Tabu auflösen, die Krankheit entstigmatisieren, die damit verbundenen Probleme bewusst machen, an Vorsorge und Früherkennung erinnern, Betroffenen helfen.

Ein einfacher Weg, Krebs und die damit verbundenen Themen ins Gespräch zu bringen, sind die alljährlich stattfindenden „Gedenktage“. Eine Liste mit 75 dieser „Cancer Awareness Days“ habe ich für das Kurvenkratzer-Magazin zusammengestellt:

Bewusstseinsbildung für Krebs
Cancer Awareness Days oder Das Salz in der Suppe
Gedenktage für Krebs? Bewusstseinsmonate? Wer braucht denn sowas? Im englischsprachigen Raum wimmelt es nur so von „Cancer Awareness Days“ und -Monaten. Höchste Zeit, auch hierzulande mehr Krebsbewusstsein zu bilden.

Grafik: Kurvenkratzer

Und jetzt die Herbst-News

Moment, ich bind‘ mir nur noch schnell die Schuhe, weil jetzt kommen die auf Instagram angekündigten Neuigkeiten. 

Sommer 2021 im Gesäuse (Foto: Stephan Bründlmayer)

+++ News +++

1. Die Leondinger Akademie für Literatur ist für mich leider schon wieder zu Ende. So schnell vergehen 9 Monate. Hab ich was gelernt? Ja. Sehr viel. Aber auch, dass ich erst mal ein paar Wochen mit meinem Buchprojekt pausiere. 

2. Bin jetzt einer von 18 Teilnehmer:innen des 3-monatigen Lehrgangs „Masterclass Journalistische Innovation 2021“ vom fjum, dem Forum für Journalismus und Medien. Und ich freu mich schon sehr auf die Arbeit mit den Kolleg:innen. 

3. Ich werde in den nächsten Monaten mehr Zeit im Kurvenkratzer-Büro verbringen und neben der redaktionellen Tätigkeit im Onlinemagazin (www.kurvenkratzer.at/magazin) an einem ganz besonderen Print-Projekt werkeln (psst, noch geheim). 

4. Mein Chor d’accord wien probt wieder, nämlich für ein südamerikanisches Kooperationsprojekt (mit zwei weiteren Chören, und einer kleinen Band – merkt euch schon mal den 16.10. vor). Und: Ich bin jetzt zum Stimmführer im Bass ernannt worden. 

5. Sowie, ganz frisch: Ich werde ab 6. Oktober 2021 die Männergruppe der Krebshilfe Wien (Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Männer) moderieren. Treffpunkt ist monatlich jeweils Mittwoch um 17:30 in der Treustraße 35-43/4.Stiege/5.OG, 1200 Wien. Anmeldung ➡️ Schreib mir ein E-Mail

+++ News +++

Jaja, alles neu macht der Herbst. 🍃🍂🍁

Krebs passiert. Akzeptieren wir das.

Vergangene Woche habe ich ein E-Mail bekommen, dass sich ein junger Hodenkrebs-Patient mit der Warum-Frage quält. Warum ich? Warum erkranke genau ich an Krebs?

Die Frage ist ganz normal und nachvollziehbar, aber sie bringt wenig, sie schränkt ein. In vielen Fällen ist es nämlich unerheblich, warum genau eine Krebserkrankung ausbricht. Ja, wenn du rauchst, steigt dein Krebsrisiko, aber nicht jede*r Kettenraucher*in bekommt Lungenkrebs und nicht jede*r Lungenkrebspatient*in hat geraucht. Es ist eine diffizile Kombination unterschiedlichster Faktoren, die in der richtigen – falschen! – Weise zusammenwirken müssen, damit sich ein Tumor bildet.

Außerdem lenkt die Warum-Frage ab. Sie lenkt den Fokus auf die Vergangenheit. Wichtiger ist aber die Zukunft. Wie gelingt es mir, die Krankheit zu akzeptieren? Wie will ich die Krankheit behandeln? Was will ich hinter mir lassen? Wie will ich ab sofort leben?

Versteht mich nicht falsch, ich plädiere nicht dafür, die Warum-Frage vollkommen zu ignorieren. Ja, eine zeitlich abgegrenzte Beschäftigung damit kann heilsam sein. Aber bitte nicht darauf fixieren oder darin hängen bleiben.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr nicht weiterkommt, dass ihr feststeckt, holt euch bitte Hilfe. Die Krebshilfe und auch andere Patient*innenorganisationen bieten psychoonkologische Akutbetreuung an. Die lege ich jede*r Krebspatient*in sehr ans Herz. ❤️

Schwanger nach Krebs: Interview mit Constanze Frick

Krebs beeinflusst oft Sexualität und Fruchtbarkeit, nicht nur im Fall von Krebsarten, die die Geschlechtsorgane betreffen. Auch Chemotherapien und der mit der Erkrankung einhergehende Stress kann starke Auswirkungen haben. So wird oft vor einer Therapie empfohlen, Spermien oder Eizellen einzufrieren (Kryokonservierung), damit später der Kinderwunsch mit einer künstlichen Befruchtung (IVF = In vitro Fertilisation) erfüllt werden kann.

Mit der mit 25 Jahren an AML (akute myeloische Leukämie) erkrankten Constanze Frick habe ich für das Kurvenkratzer-Magazin unlängst ein sehr interessantes Interview führen dürfen, das ihr hier lesen könnt:

Schwanger nach AML – Wenn sich die Sicht auf das Leben ändert

Foto: Constanze Frick