Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse und Lektionen aus den Gesprächen.
Einblicke und Lektionen aus der Diagnosephase
Krebs ist eine Diagnose, die das Leben nachhaltig verändert. Für viele Männer ist der erste Moment, in dem sie die Diagnose erhalten, emotional überwältigend. Wolfgang beschreibt diesen Schock sehr plastisch mit einem nervigen Hin und Her der Gedanken und Ängste.
Emotionale Reaktionen
Verleugnung und Schock: Viele Männer können zuerst nicht glauben, dass sie wirklich Krebs haben.
Angst und Unsicherheit: Fragen wie „Wie geht es weiter?“ und „Was bedeutet das für mein Leben?“ drängen sich auf.
Notwendigkeit der Unterstützung: Gefühle der Überwältigung machen es wichtig, Unterstützung von Familie, Freunden und Fachleuten zu suchen.
Martin und Gerhard zeigen, wie wichtig es ist, trotz der emotionalen Belastung einen klaren Kopf zu bewahren und rationale Entscheidungen zu treffen.
Rationales Vorgehen
Zweitmeinungen einholen: Martin betont die Bedeutung einer zweiten oder sogar dritten Meinung, um die bestmögliche Behandlung zu finden.
Informationen sammeln: Eine gründliche Recherche und das Einholen von Informationen über die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten sind entscheidend.
Therapieentscheidungen abklären: Verschiedene Therapieoptionen sollten sorgfältig abgewogen werden, wie die Ärzte Martin sagten: „Das ist kein Notfall, aber sie sollten es nicht länger als nötig vor sich her schieben“.
Der Weg zur Diagnose: Geduld und Entschlossenheit
Martin und Gerhard berichten von den Herausforderungen während der Diagnosephase. Diese erfordert oft Geduld und Entschlossenheit, um den richtigen Weg zu finden.
Ablauf der Diagnose
Urologische Untersuchung: Erste Schritte beinhalten oft die Überprüfung von erhöhten PSA-Werten und eine urologische Untersuchung.
Bildgebende Verfahren und Biopsie: MRT und Stanzbiopsie sind entscheidende Schritte, um die Diagnose zu sichern.
Rasche Entscheidungen: Trotz einer gründlichen Abklärung betont Martin, wie rasch Entscheidungen getroffen werden müssen, sobald alle Fakten auf dem Tisch liegen.
Wolfgang führt seine Diagnose hingegen auf einen Zufallsbefund zurück, als bei einer Untersuchung wegen Tinnitus ein Tumor entdeckt wurde.
Die Rolle der Ärzte: Vertrauenspersonen und Informationsquellen
Ärzte spielen eine zentrale Rolle in der Phase der Diagnose und Behandlung. Ihre Kommunikation und Empfehlung sind entscheidend für das Vertrauen der Patienten.
Wichtige Faktoren im ärztlichen Gespräch
Einfühlungsvermögen und Zeit nehmen: Martin lobt seinen Urologen, der sich für das Gespräch „für einen Kassenarzt unverhältnismäßig viel Zeit“ genommen hat.
Klare und realistische Informationen: Wolfgang betont die Wichtigkeit klarer Ansagen der Ärzte und den wertvollen Rat seiner Oberärztin, keine unnötige Panik durch das Internet aufkommen zu lassen.
Empfehlungen und Entscheidungen: Gerhard erhielt klare Therapieempfehlungen und entschied sich auf Anraten seines Arztes für eine Operation.
Informationsschutz und Selbstschutz
Ein Aspekt, der wiederholt angesprochen wird, ist die Informationsbeschaffung. Zu viele Informationen aus unsicheren Quellen können mehr Schaden als Nutzen bringen.
Schutz vor Informationsflut
Vertrauenswürdige Quellen nutzen: Wolfgangs Ärztin empfahl, Informationen nur aus verlässlichen Quellen wie der Krebshilfe zu beziehen.
Klare Absprachen mit Ärzten: Patienten sollten sich auf die Informationen ihrer behandelnden Ärzte verlassen und unnötige Panik durch Internetrecherchen vermeiden.
Aber, Obacht: Jetzt endlich sind die Themen, die wir immer ein Mal im Monat in geschütztem Rahmen live besprechen auch in ansprechender Form als Podcast zum Anhören da: „Das Herrenzimmer – der Männerpodcast der Krebshilfe“. Moderiert von Martina Löwe und mir als Co-Host.
Das Herrenzimmer – Der Männerpodcast der Krebshilfe. Folge 1: Auch Männer haben Krebs. Wir reden drüber. Redaktion: Paulin Klärner (big5health), Produktion: Felix Kirsch (Studio ungefiltert)
Hier und überall, wo es Podcasts gibt. Alle zwei Wochen neu. Folge 1 ist heute erschienen: Auch Männer haben Krebs!
Neuanfänge haben ja einen Zauber inne. Wird zumindest gesagt. Spürst du ihn schon? Wenn nicht, kommt’s vielleicht bald. Ich merke ihn jedenfalls schon. Achtung, das wird jetzt ein bisschen lang. 😉
Ich bin nämlich seit 1.1.2024 all in. Also 100-prozentig selbstständig. Yeah, endlich habe ich den Schritt gewagt. Bissl stolz bin ich drauf. In der aktuellen Phase (mein Steuerberater sagt „auf dem Weg in eine Wirtschaftskrise“ dazu) klopfe ich mir, gerade wegen meines übergroßen Sicherheitsbedürfnisses, ein wenig selbst auf die Schulter.
Was mache ich?Journalismus, Moderationen, Vorträge. Ich moderiere Patientengruppen für Männer mit Krebs, und zwar
Danke Krebshilfe Wien, Österreichische Krebshilfe und Hamburger Krebsgesellschaft! Wenn du mir auf Social Media folgst, weißt du das mit dem Online-Männertreff vielleicht schon.
Ich halte Vorträge für betriebliche Gesundheitsförderung in Unternehmen zu den Themen
In ein paar Unternehmen war ich schon: Sanofi-Aventis, Europ Assistance(München), AUDI (Ingolstadt), LiSEC. Dieses Jahr geht’s richtig los. Termine sind derzeit in Wien (3 x), Waidhofen/Ybbs (2 x), Kufstein, Salzburg gebucht, und viele weitere folgen hoffentlich.
Drittens meine journalistische Arbeit. Nachdem es 2023 eher ruhig war, werde ich heuer wieder mehr Artikel schreiben (in Kürze erscheint in Perspective Dailydie Analyse einer etwas schrägen Krebsdaten-Studie). Und ich gehe dem Thema männliche Bewältigung von Krebs* auf den Grund:
Was hilft?
Was hilft nicht?
Und wie könnte es besser sein?
Die Rechercheergebnisse wirst du als Podcast hören und in einem eigenen Newsletter lesen.
Warum das Ganze? Warum gehe ich nicht ganz einfach in die Unternehmensberatung zurück? Da würde doch das Bedürfnis nach finanzieller Absicherung gestillt. Ja, aber: Ich habe in den vergangenen Jahren gesehen, welchen Impact es hat, als Mann offen über Krankheit zu sprechen.
Weil Männer in unserer Gesellschaft immer noch glauben, sie müssten die Starken sein.
Weil Gefühle mit Floskeln („Wird wieder“, „Muss gehen“, „Halb so schlimm“ etc.) niedergebügelt werden.
Weil mir jene, für die ich das mache, sagen, dass es hilft und sie sich weniger allein fühlen.
Das war’s für heute mit den Neuigkeiten.
Wenn dir das alles zusagt, freue ich mich unglaublich, wenn du mich mit deinen Kontakten verbindest, meine Arbeit im persönlichen Gespräch erwähnst und natürlich, wenn du mir auf LinkedIn, Instagram, Facebook folgst. Ein mega Dankeschön!
Bis bald und hab es fein! 🤗 Alexander
PS: Ab 31.1. kannst du dich schon mal auf meine Stimme „einhören“. Da erscheint nämlich die erste Folge des Herrenzimmer-Podcasts, den ich gemeinsam mit Martina Löwe (Österreichische Krebshilfe) moderiere.
* Das Männerkrebs-Projekt ist gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
Herzlichen Dank allen Ansprechpartner:innen bei den Dachverbänden der Selbsthilfe in Österreich, den Landesverbänden der Österreichischen Krebshilfe und bei den Selbsthilfegruppen für die zahlreichen Infos. 💜
Seit mehr als fünf Jahren beschäftigt mich diese Frage. Nicht nur rational, sondern auch mit Ärger, Wut und Unverständnis. Das kann doch nicht euer Ernst sein, eine Krankheit, die so stark mit dem Menschsein verbunden ist, die so natürlich ist, vollkommen auszuklammern. Ist aber so. Das zu akzeptieren fällt schwer, und deshalb versuche ich immer wieder hinter das Mysterium „Tabu Krebs“ zu steigen. Zum Weltkrebstag am 4.2. ist dazu eine Analyse in der österreichischen Wochenzeitung DIE FURCHE von mir erschienen:
Es geht darin um den geschichtlichen Zusammenhang der Tabuisierung potenziell todbringender Krankheiten wie Krebs und um den heutigen Umgang mit dem Tabu, vor allem bei Männern, die tendenziell im Vergleich zu Frauen „sehr gerne“ tabuisieren.
Foto: Pexels/Tima Miroshnichenko
Danke Jana Reininger, Leiterin des Ressorts Gesellschaft/Bildung/Ethik, für die Offenheit für dieses Thema.
Was für eine crazy Aufforderung? Ja, vielleicht. Aber kein so schlechtes Gedankenexperiment, um sich in die Perspektive eines an Krebs erkrankten Menschen zu versetzen. Jedenfalls beginnt mit diesen Worten mein Gastbeitrag für das VERPEILT-Magazin, und ich gehe darin der Frage nach, warum wir allgemein eher nicht so gern über Krebs reden.
Screenshot dieverpeilte.de
Danke Sofia Kröplin für die Einladung und die Gelegenheit, für euch über Krebs zu schreiben. 🙏
Wie gehen Männer mit Krebs um? Heute präsentieren Krebshilfe-Geschäftsführerin Martina Löwe, Fotografin Sabine Hauswirth und Krimiautor Thomas Raab das MUTMACHER-Buch mit 12 Krebspatienten, die über Krebs reden, als wärs fast die normalste aller Sachen im Leben. Und ja, ich bin einer der zwölf. 🏄
Thomas Raab, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Gesellschaft für Urologie (Hg.). Mutmacher. Den Krebs mutig zum Thema machen. echomedia buchverlag. 128 Seiten. 25,60 Euro.
Überall, wo es Bücher gibt. 📚
Foto: Sabine Hauswirth
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