Fokusmonat Männergesundheit

Männer dieser Welt, lasst euch Blut abnehmen, lasst euren Stuhl untersuchen, lasst euch die Prostata abtasten und check your balls. Der November ist traditionell der Fokusmonat Männergesundheit, nicht zuletzt wegen der #Movember-Aktion. 👨

Und weil es mir darum geht, Männer zu Krebsvorsorge und Früherkennung zu motivieren und ganz grundlegend für ein gesundes Körperbewusstsein zu sensibilisieren, gibt’s in diesem November 2021 einiges zu tun:

💪 3.11. Weltmännertag
💪 10.11. Selbsthilfegruppe für Männer mit Krebs, Krebshilfe Wien, Details auf www.krebshilfe-wien.at oder www.alexandergreiner.com/maennergruppe 
💪 17.11. „Herrenzimmer“ 1. Online-Selbsthilfegruppe für Männer mit Krebs, Österreichische Krebshilfe, Details auf www.krebshilfe.net und @loosetie_krebshilfe
💪 19.11. Internationaler Männertag
💪 23.11. „Pink Ribbon meets Loose Tie“, Online-Breakfast Deloitte Österreich, Event für Mitarbeiter:innen
💪 24.11. Ich spreche mit Miriam M. Mottl in ihrem Podcast „Eros und Psyche“ über das Tabuthema Krebs, www.herzensdialoge.de/podcast und @eros_und_psyche
💪 25.11. spEAkers corner SPEZIAL „Männerkrebs“, Europ Assistance Deutschland, Online-Event für Mitarbeiter:innen

Ich wünsch euch alles Gute und bleibt gesund! 🙏🤗

📸 Kurvenkratzer/Lena Horvath

Chemo-Hilfe-Kurs: Bestens vorbereitet auf die Chemo-Nebenwirkungen

Foto: Sanndy Anghan/Pexels

Weiter geht’s mit dem Chemo-Hilfe-Kurs, den ich für das Kurvenkratzer-Magazin geschrieben hab. Teil 2 der Mini-Serie aus 4 Teilen ist online.

Chemo-Hilfe-Kurs Teil 2
Bestens vorbereitet auf die Chemo-Nebenwirkungen

Eine Chemo, die ist lustig, eine Chemo, die ist schön. Nein, ist sie nicht. Leid- und qualvoll? Muss nicht sein. Nebenwirkungen der Chemotherapie können mittlerweile gut „gemanaged“ werden. Wie, erfährst du in diesem 2. Teil des Chemo-Hilfe-Kurses (inkl. Checkliste).

Der Chemo-Hilfe-Kurs: Eine Ratgeber-Miniserie in 4 Teilen

Auf der Website des Kurvenkratzer-Magazins hab ich in den letzten Wochen echt wenige Texte veröffentlicht. Das lag einerseits am Sommerurlaub, aber auch daran, dass ich an einer Miniserie mit Checklisten für die Chemotherapie gearbeitet habe. Heute ging der erste Beitrag online! 🤸‍♂️

Chemo-Hilfe-Kurs Teil 1
Erste Hilfe für die Chemotherapie mit unseren Chemo-Checklisten

Foto: Klaus Nielsen/Pexels

Die weiteren drei Teile folgen nun Woche für Woche jeweils am Mittwoch. Jeder Artikel enthält mindestens einen PDF-Download, den Patient:innen dann ganz einfach für die Klinikbesuche ausgedruckt in die Tasche stecken können.

Was haltet ihr von der Idee und den Hilfestellungen, die dieser Artikel enthält? Schreibt es mir gerne in die Kommentare oder gerne auch ein Direktmail über mein Kontaktformular.

Die Miniserie „Chemo-Hilfe-Kurs“ ist übrigens Teil des Formats „Die Kurvenkratzer-Checklisten“, das praxisgerechte Erste Hilfe zur Bewältigung für den gesamten „Lebenszyklus“ einer Krebserkrankung bieten – von der Erstdiagnose bis zur Nachsorge (und auch darüber hinaus).

Fällt es dir leicht, deinen Wünschen zu folgen?

Mein bester Freund war lange auf Großbaustellen unterwegs. Wenn ich bei einer seiner inoffiziellen Baustellenführungen dabei war, sah ich sein Strahlen, wenn er von komplizierten Bauprozessen und dem Überwinden unvorhergesehener Hindernisse sprach. Er war in seinem Element. Auch mich begeisterte er damit, wie aus einer schlichten Zeichnung Bauwerke wie ein Hauptbahnhof entstehen. 

Dann wechselte er Firma und Rolle. Aus dem Projektmanagment zur Projektplanung – vor der Ausführung. Er hatte nur noch wenige Wochen, mal zwei, mal weniger, mit einem Projekt zu tun. Bagger sah er nicht mehr, frischen Beton roch er nie. Oft sprach er darüber, dass die Arbeit langweilig ist. Warum er trotzdem dabei blieb, weiß ich nicht, aber es gibt sicher viele nachvollziehbare Gründe. 

Diesen Sommer konnte er nicht mehr arbeiten. Es kam zwar nicht vom einen auf den anderen Tag, aber doch irgendwie abrupt. Besuch bei der Arbeitspsychologin. Krankschreibung. Er fragte sich, was er eigentlich hier tut und warum es ihm keinen Spaß macht und was ihm eigentlich Spaß macht. 

Diese Woche hat er seine neue Stelle angetreten. In der gleichen Firma, jetzt wieder im ausführenden Bereich, auf der Baustelle. Ich hab heute Vormittag davon erfahren und ich freu mich so unglaublich. 

Wie er seine Entscheidung exakt begründet hat, weiß ich nicht, und eigentlich ist es egal. Worauf es ankommt ist, dass wir uns fragen, wie wir die Zeit unseres Lebens verbringen wollen. Und da die Arbeitszeit nun mal ein Drittel der wachen Lebenszeit ausmacht, wär es gut, einer Tätigkeit nachzugehen, die dich mit Freude erfüllt. 

Um diese Schritte zu setzen, erfordert es Mut. Diesen Mut wünsche ich euch. Genau das ist selbstbestimmtes Leben. 🔥

Mit der Chemo-Kühlhaube dem Haarausfall vorbeugen

Glatze bei der Chemotherapie? Muss nicht sein. Brustkrebspatientin Dafinka macht es vor. Ich hab mit ihr über ihre Erfahrungen zur Chemo-Kühlhaube gesprochen. Was ihr geholfen hat, einen Großteil ihrer Haarpracht zu behalten:

Chemo-Kühlhaube
Wie ein Rugby-Helm Dafinka vor Haarausfall bewahrt hat

Foto: Brustkrebspatientin Dafinka, privat

4 Jahre krebsfrei 🎉

Heute vor vier Jahren hab ich es schwarz auf weiß bekommen: Ich bin krebsfrei. Alles wieder normal, im ganzen Körper keine Tumoren sichtbar, im Blut keine ausscherenden Biomarker, die auf irgendein Krebsgeschehen hindeuten. Wie geil. 🤩

Vor vier Jahren, ein paar Tage später, fragte ich meine Therapeutin, warum ich mich nicht freue, dass ich vom Krebs geheilt bin. Das sei ganz normal, sagte sie. Genauso, wie es am Anfang dauerte zu verdauen, Krebs zu haben, braucht es jetzt wieder Zeit, zu schnallen, dass der Krebs weg ist.

Im Sommer 2021 in Dänemark (Foto: Martina Hagspiel)

Ist das normal?

Tja, was soll ich sagen. Später kam sie dann, die Freude – wie von meiner Psychoonkologin prognostiziert. Weil wir Menschen eben (normalerweise) nichts von heute auf morgen behirnen. Und weil wir uns grundsätzlich an jede Situation anpassen können.

Das ist auch so eine geile Sache am Leben. Auf uns anpassungsfähige Wesen! 💪🙌

Das mit den vier Jahren bedeutet außerdem, dass ich noch ein Jahr vor mir habe, bis ich laut Krebsstatistik „offiziell“ geheilt bin. ☺️

Bis dahin: Bitte, schaut auf euch. Macht Vorsorge und geht zur Früherkennung!

Alles Liebe und schönen Herbst
Alexander

Wenn das Blut aus dem Ruder läuft

Foto: Cassi Josh/Unsplash

Medienkooperationen haben Gutes und Böses. Die einen sagen, die redaktionelle Unabhängigkeit sei damit untergraben, die anderen sehen es als unumschiffbaren Umsatzbringer, weil eben nicht die ganze Zeit gratis journalistisch gearbeitet werden kann.

Wie dem auch sei, ich hab meine erste „Content-Kooperation“ fürs Kurvenkratzer-Magazin geschrieben, um genau zu sein ein Sponsored Content. Das heißt der Text kommt vollständig von mir, die Auftraggeberin hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung, es handelt sich lediglich um einen redaktionellen Beitrag, der bezahlte Videoproduktionen bespricht. Da das Mediengesetz hier sehr genau ist, muss der Beitrag als „bezahlter Inhalt“ markiert werden. Here we go:

AML, ITP und MPN:
Wenn das Blut aus dem Ruder läuft

Was haben blaue Flecken, Nasenbluten und Müdigkeit mit ernsthaften Erkrankungen des Blutes zu tun? Anlässlich des Blutkrebs-Awareness-Monats werfen wir ein Licht auf AML, ITP und MPN.

Und jetzt die Herbst-News

Moment, ich bind‘ mir nur noch schnell die Schuhe, weil jetzt kommen die auf Instagram angekündigten Neuigkeiten. 

Sommer 2021 im Gesäuse (Foto: Stephan Bründlmayer)

+++ News +++

1. Die Leondinger Akademie für Literatur ist für mich leider schon wieder zu Ende. So schnell vergehen 9 Monate. Hab ich was gelernt? Ja. Sehr viel. Aber auch, dass ich erst mal ein paar Wochen mit meinem Buchprojekt pausiere. 

2. Bin jetzt einer von 18 Teilnehmer:innen des 3-monatigen Lehrgangs „Masterclass Journalistische Innovation 2021“ vom fjum, dem Forum für Journalismus und Medien. Und ich freu mich schon sehr auf die Arbeit mit den Kolleg:innen. 

3. Ich werde in den nächsten Monaten mehr Zeit im Kurvenkratzer-Büro verbringen und neben der redaktionellen Tätigkeit im Onlinemagazin (www.kurvenkratzer.at/magazin) an einem ganz besonderen Print-Projekt werkeln (psst, noch geheim). 

4. Mein Chor d’accord wien probt wieder, nämlich für ein südamerikanisches Kooperationsprojekt (mit zwei weiteren Chören, und einer kleinen Band – merkt euch schon mal den 16.10. vor). Und: Ich bin jetzt zum Stimmführer im Bass ernannt worden. 

5. Sowie, ganz frisch: Ich werde ab 6. Oktober 2021 die Männergruppe der Krebshilfe Wien (Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Männer) moderieren. Treffpunkt ist monatlich jeweils Mittwoch um 17:30 in der Treustraße 35-43/4.Stiege/5.OG, 1200 Wien. Anmeldung ➡️ Schreib mir ein E-Mail

+++ News +++

Jaja, alles neu macht der Herbst. 🍃🍂🍁

Patient Advocacy: Eine Stimme – be a voice, not an echo

Wie gelingt es einer menschlich durchmischten Krebs-Community im DACH-Raum, in ihrem Krebsaktivismus an einem Strang zu ziehen? Beim „InfluCancer 2021“, dem ersten Onlinekongress für Patient*innenstimmen hat der Verein Kurvenkratzer-InfluCancer den Grundstein dafür gelegt.

Patient Advocacy, Lebensqualität und Sensibilisierung sind die großen Brennpunktthemen, sowie die Frage nach der Identität als Krebspatient*in. Für das Kurvenkratzer-Magazin habe ich einen Blick auf die erarbeiteten Kernthemen geschrieben:

Patient Advocacy:
Eine Stimme – be a voice, not an echo

Foto: Shutterstock/Ollyy

Alleinerziehend und Krebs: Als ob ein Knoten nicht reicht

Führt der Glaube, alles allein schaffen zu müssen, in die Sackgasse? 

Als Alleinerziehende sind bei Julia Keita Doppelbelastungen an der Tagesordnung – und dann kommt auch noch zweifacher Brustkrebs dazu. Wie gelingt es, Krebs zu akzeptieren und Hilfe anzunehmen? Was tun, um sich vom Selbermachsyndrom zu befreien? Worauf kommt es nach der Diagnose plötzlich an im Leben? Ich habe mit Julia über ihre Krebserkrankung, die Kampfmetapher und Feminismus gesprochen, sowie darüber, was sie am Leben hält. Jetzt zu lesen im Kurvenkratzer-Magazin:

Alleinerziehend und Krebs: Als ob ein Knoten nicht reicht

Vielen Dank, liebe Julia, für das berührende Gespräch und die klugen Einsichten! 🙏

Julia Keita im Zoom-Interview mit Alexander Greiner