
FĂŒnf Jahre bangen. FĂŒnf Jahre untersuchen. FĂŒnf Jahre von Befund zu Befund leben. Den Krebs immer mehr einfach nur Krebs sein lassen. Ein Buch schreiben. Ăffentlich ĂŒber Krebs reden. Im Fernsehen, Radio, in Podcasts, Magazinen und Zeitungen, auf Konferenzen, bei VortrĂ€gen und Podiumsdiskussionen. Anderen Hoffnung geben. Und damit Mut machen. Stipendien fĂŒrs Schreiben erhalten. Meine Arbeit honoriert bekommen. Bei einem Krebsmagazin mitarbeiten. Selbsthilfegruppen moderieren. MĂ€nner an Gesundheitsbewusstsein erinnern. FĂŒnf Jahre ziemlich geile Zeit.
Im August war war mein Blutbefund zum zweiten Mal in Folge so gut wie noch nie zuvor (jeder einzelne Wert im grĂŒnen Bereich). Es schaut also gesundheitlich wirklich alles super aus. Im November lege ich mich das nĂ€chste Mal in die Röhre. Da werden Aufnahmen meiner Schulter gemacht. Ich gehe davon aus, dass auch dabei nichts Neues auftaucht, das mich verunsichern mĂŒsste.
Taucht die Krebserkrankung innerhalb von fĂŒnf Jahren nach der Therapie nicht wieder auf, sagen Ărzt:innen, ist die Wahrscheinlichkeit der Wiedererkrankung sehr gering. Den ersten Krebsfrei-Blutbefund bekam ich kurz nach der ersten Chemotherapie im Juli 2017, den offiziellen Krebsfrei-Befund (inklusive bildgebender BestĂ€tigung) hielt ich am Tag genau vor fĂŒnf Jahren in der Hand.
Somit bin ich wohl offiziell geheilt. Meine Onkologin hat ja schon vor zwei Jahren oder so mit lĂ€chelndem Blick gesagt, in Anspielung auf meine Projektmanager-Vergangenheit: âHerr Greiner, der Plan ist, dass der Krebs nicht wieder zurĂŒckkommt.â An diesen Plan halte ich mich. Danke!
Ihr Lieben, ich wĂŒnsche euch einen wundervollen Herbst â und bitte, macht die Vorsorgeuntersuchung (frĂŒher âGesundenuntersuchungâ) oder geht zur FrĂŒherkennung.
Alles LiebeÂ
Alex
